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CSV Mondorf-les-Bains

"Op de Punkt" : déi sechst !


Es ist nun schon die sechste Ausgabe des „Op de Punkt“, die von der CSV Sektion Bad Mondorf entweder miterstellt oder herausgegeben wurde. Seit der ersten Ausgabe im März 2008 hat sich unser Informationsblatt weiterentwickelt und ist zu einem effizienten Instrument unserer Oppositionspolitik geworden, indem interessante Themen der Gemeindepolitik von Bad Mondorf kritisch beleuchtet werden.

Es sei an dieser Stelle an den Toboggan des geschlossenen Schwimmbads erinnert, der über Jahre hinweg vor sich hin wegrostete; ein Foto mit einem passenden Text konnten Energien erzeugen, die hier Abhilfe geschaffen haben und die mit nur Sonntagsreden wohl kaum freigesetzt worden wären. Oder die schriftliche Anfrage betreffend Mondorf Promotions, begleitet von einem passenden Artikel im „Op de Punkt“ bewirkten, dass ein scheinbar eingeschlafenes Gremium zu neuen Taten aufblüht, wie in der letzten Gemeinderatssitzung von Frau Bürgermeisterin mitgeteilt wurde. Einziger Wehrmutstropfen hierbei war, dass in der Antwort des Schöffenrats die Gründung der Initiative Mondorf Promotions mit Datum 1993 angegeben wurde, obwohl die Angabe 1990 treffender gewesen wäre.

Aber auch das Thema „Leader Miseler Land“ fand einen schönen Anklang: Es wurden nun Zeiträume genannt, in denen das Freilichtfilmfestival stattfinden soll. Darüber hinaus wurde noch eine Reihe von Projekten in der Antwort des Schöffenrats aufgezählt, die uns bis dato noch nicht bekannt waren. So zum Beispiel „Mondorf“ – Start des Moselhöhenwanderweges, d’Maus Ketty und „Leader“ Rubrik im Gemengebuet. Es war folglich nicht richtig, im Zusammenhang mit dem Thema „Leader Miseler Land“ nur von einem Projekt mit Bezug zu Mondorf zu schreiben, wie wir es in der Ausgabe Dezember 2009 gemacht haben. Wir möchten dies hiermit berichtigen.

Mit dieser Ausgabe möchten wir unser Informationsblatt um eine kulturhistorische Dimension erweitern. Bad Mondorf hat als Badestädtchen, aber auch als Gemeinde (Mondorf, Altwies und Ellingen) historische Ereignisse zu bieten, die bisher nicht so recht thematisiert wurden. Ich wünsche eine interessante Lektüre.

Gérard Bichler
President CSV Sektioun Mondorf



Am 9. Mai 1950 schlug der damalige, in Luxemburg (Clausen) geborene französische Außenminister Robert Schuman dem deutschen Kanzler Konrad Adenauer vor, die Schwerindustrie einer supranationalen Behörde zu unterstellen. Diese Erklärung, die allgemein als Meilenstein des neuen Europas, einem Europa des Friedens, angesehen wird, inspirierte
sich an einem Plan, den Jean Monnet seit 1946 entwickelte.

Jean Monnet, ein französischer Unternehmer, war nach dem zweiten Weltkrieg Generalkommissar für Planwirtschaft und verhandelte mit den USA über die Vergabe von Mitteln aus dem Marshall- Plan zur Modernisierung Frankreichs. Der Vater Europas, wie Jean Monnet auch noch bezeichnet wird, war nämlich zu der Ansicht gelangt, dass Wohlstand und sozialer Fortschritt unabdingbar mit einer wirtschaftlichen Annäherung zwischen den europäischen Staaten verknüpft sind. Monnet war zudem der Auffassung, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland, vor allem aufgrund seiner zentralen Lage in Europa und seines Industriepotenzials, das bei Kriegsende im Wesentlichen erhalten geblieben war, unverzichtbar ist.

Doch eine fehlende gemeinsame Einstellung der Länder und die Unterschiede in Löhnen und Preisen sowie unterschiedliche Steuersysteme bewirkten, dass mehrere Vorhaben einer begrenzten Zollunion Ende der 40er Jahre scheiterten, die den Beginn einer wirtschaftlichen Integration Westeuropas hätten sein können. Es wurde somit klar, dass ein Verfahren erforderlich war, das ein schrittweises Aufeinanderzugehen der Länder ermöglicht. Die Montanunion (CECA, Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) war ein solcher erster notwendiger Schritt und wurde am 10. August 1952 in Luxemburg aus der Taufe gehoben.

Die Gründerstaaten waren: Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Belgien und Luxemburg. Sitz der EGKS wurde auf Bestreben von Staatsminister Joseph Bech nach zähen Verhandlungen (24.–25. Juli 1952 – 18 Stunden) Luxemburg. Jean Monnet, der zu dieser Zeit im Hotel du Grand-Chef in Bad Mondorf residierte und den Sitz der CECA eher in Fontainebleau nahe Paris gesehen hat, wurde deren erster Präsident. Und so kam es, dass Jean Monnet am 11. August 1952 von seiner Residenz in Mondorf, 36, Avenue des Bains aus seine Arbeiten als Chef der CECA aufnahm. Von da an und während Monaten trafen sich hier in Mondorf in der Wohnung des Präsidenten , die Regierungschefs und Minister Frankreichs, Deutschlands, Belgiens, Italiens, der Niederlande und Luxemburgs zu Organisationsgesprächen so, dass von hier aus das neue Europa mitaufgebaut wurde. Jean Monnet blieb fast 8 Monate in Mondorf wohnhaft und fühlte sich offenbar sehr wohl hier.

Die supranationale Behörde CECA hingeben blieb bis zur Fusion ihrer Exekutivorgane der CECA, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) Mitte der 60er Jahre in Luxemburg ansässig. Hieraus entstand später die Europäische Kommission. Man kann also mit Recht behaupten, dass neben Schengen, in dem 1985 das Schengener Abkommen, das den freien Personen- und Güterverkehr innerhalb der EU festschreibt, auch Bad Mondorf auf eine Europahistorische Vergangenheit zurück blicken kann.

Die CSV Sektion Mondorf würde es begrüßen wenn bei einer künftigen neuen Straßenbezeichnung, auch der Name Jean Monnet gewählt werden würde um an diese Geschichts episode hier in Bad Mondorf zu erinnern.




Datum Event Plaatz
20. Mee 2010 Informatiounsversammlung CSV on Tour Rued-Sir am Syrkus
24. Mee 2010 CSV & CSJ Stand um Stroossemart Mondorf-les-Bains
04. uni 2010 Fréijorsfest CSV Osten Kellerei zu Wuermer
29. August 2010 CSV Stand op der Braderie Mondorf-les-Bains
18. September 2010 Hierschtfest am Centre Martialis Elleng



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CSV Bezierksfest  04/06/2010
... war e grousse Succès. Bei gudder Stëmmung gouf et e flotten owend. Kuckt d'Fotoen hei


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